Equal Pay Day 2018

„Transparenz gewinnt“, so lautet das Motto zum Equal Pay Day. Noch immer verdienen Frauen in Deutschland durchschnittlich 21% weniger als Männer. Ein neues Gesetz ist zum Januar 2018 in Kraft getreten, das diese Lohnlücke verkleinern soll, das sogenannte Lohntransparenzgesetz. Im Mittelpunkt steht der Auskunftsanspruch: Beschäftigte haben das Recht zu erfahren, wie viel Kolleginnen und Kollegen mit ähnlichen Tätigkeiten bezahlt bekommen.

Wie geht es jetzt weiter? Wer profitiert vom Auskunftsanspruch? Welche positiven Effekte hat Transparenz für Beschäftigte und Unternehmen? Und welche Hürden gilt es auf dem langen Weg zur Entgeltgleichheit noch zu überwinden?

Aktionen auf dem Marienplatz in München

Das Münchner Aktionsbündnis zum Equal Pay Day macht auch dieses Jahr mit einer Aktion auf dem Münchner Marienplatz auf die Lohndiskriminierung von Frauen aufmerksam.

Kommen Sie zum symbolischen Geldbeutelwaschen am Freitag, 16. März 2018, 15:00 bis 17:00 Uhr, zum Fischbrunnen

Der traditionelle Brauch vom Aschermittwoch wird mit dem Geldbeutelwaschen aufgegriffen, um die Geldbeutel der Frauen zu füllen. Drumherum gibt es viele Informationen zum Thema und Musik.

Programm:
- Begrüßung: Nicole Lassal. Leiterin der Gleichstellungsstelle für Frauen der Landeshauptstadt München
- Wash Act - clean your purse for money! Geldbeutelwaschen - Eröffnung durch Petra Reiter, Ehefrau des Münchner Oberbürgermeisters
- Musik Performance - Die MÜNCHNER RUHESTÖRUNG, Samba live, Rhythmus - Lebensfreude pur!
- Posen & posten: Aktion mit tollen Preisen

Aktionswochen 1. März bis 26. April 2018

Auch dieses Jahr gibt es um den Aktionstag herum wieder viele interessante Veranstaltungen der Aktionsbündnispartnerinnen. Nähere Informationen zum Aktionstag und zum Rahmenprogramm finden Sie im Flyer (PDF, 893 KB).



  

Anlässlich des Internationalen Frauentags am 08.03.2018 und zum 100. Geburtstag des Frauenwahlrechts in Deutschland

lädt die Gleichstellungsstelle des Landratsamtes Starnberg zur Kinovorstellung „Die Göttliche Ordnung“ ins Kino Breitwand, Starnberg ein.

Die Einladung sehen Sie hier

 


 

 


 

ONE BILLION RISING

Tanzt und protestiert mit uns in München am 14.02.2018  

One Billion Rising ist die weltweit größte Kampagne gegen Gewalt an Mädchen und Frauen. Um auf das Thema aufmerksam zu machen, finden in über 200 Ländern Tanz-Flashmobs statt.

Die Kampagne wurde 2012 von der Künstlerin und Aktivistin Eve Ensler aus New York, USA, initiiert. Anlass war eine UN-Studie, nach der jede dritte Frau im Laufe ihres Lebens geschlagen oder vergewaltigt wird. Auf die Weltbevölkerung umgerechnet, ergibt das  rund eine Milliarde Frauen, die Gewalt erlebt (engl. one billion) und der Kampagne ihren Namen gab.

Genau so viele Frauen sollen  am 14. Februar, am Tag der Liebe, nicht still, sondern in Verbindung mit anderen Frauen und kraftvoll im Tanz dagegen protestieren.
 
link zur Aktion http://www.onebillionrising.de/ und http://www.onebillionrising-muenchen.de/


 

 

Ende einer langen Suche

Neuer Vorstand bei Frauen helfen Frauen Starnberg e.V. 

Die lange Suche nach einem neuen Vorstand bei Frauen helfen Frauen Starnberg e.V. hat ein gutes Ende gefunden. Ende Januar 2018 wurden Frau Liesel Baumann und Frau Ursel Wrede als neue Vorstandsfrauen gewählt. 

Zeitgleich mit ihrer neuen Amtszeit trat am 1. Februar 2018 auf Bundesebene die IstanbulKonvention in Kraft. Sie ist ein bedeutsamer Meilenstein im Einsatz gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. #IstanbulKonvention

Das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, bekannt als Istanbul-Konvention, stellt deutliche Anforderungen an die Gleichstellung und Nichtdiskriminierung, aber auch an die Prävention, Intervention und Unterstützung bei Gewalt gegen Frauen und Mädchen (https://rm.coe.int/1680462535).  

Das Team von Frauen helfen Frauen Starnberg hält für die Umsetzung der Konvention eine politische Gesamtstrategie für zentral, denn die Beendigung geschlechtsspezifischer Gewalt ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Das Motto des Vereins ist seit seiner Gründung „Jede Frau hat das Recht auf ein Leben ohne Bedrohung, Angst und Gewalt“.

In der Beratungsstelle finden Betroffene von Häuslicher und / oder sexualisierter Gewalt sowie Stalking Unterstützung unter 08152/5720 oder http://www.frauenhelfenfrauen-sta.de/.  

 

Die neuen Vorstandsfrauen umrahmen den ehemaligen Vorstand von Frauen helfen Frauen Starnberg e.V. (v.l.n.r.): Ursel Wrede, Ursel Galli, Annette Hilbert, Verena Spitzer, Daniela Hörstke und Liesel Baumann


 

Artikel von der Meinungsseite der Süddeutschen Zeitung

 11. Dezember 2017

Gewalt gegen Frauen

Eine Tote täglich - in Deutschland

"Häusliche Gewalt nimmt zu"  vom 25./ 26. November:

Laut der Statistik des Bundeskriminalamts steigt die Zahl der Opfer von Gewalt in Partnerschaften seit fünf Jahren. 2016 wurden in Deutschland 357 Frauen von ihren Partnern oder Ex-Partnern getötet, also fast jeden Tag eine; circa 11 900 wurden lebensgefährlich verletzt. Diese Zahlen wundern mich nicht, denn in Deutschland wird das Thema von der Politik, der Gesellschaft und den Medien in einer Weise verharmlost und in den Bereich des Privaten abgeschoben, die beispiellos ist.

Das beginnt schon bei der sprachlichen Leugnung des Phänomens: Wenn ein Mann seine Frau, Partnerin oder Ex-Partnerin umbringt, wird das in deutschen Zeitungen in der Regel auf der "Vermischten Seite" neben allem möglichen Tratsch über Stars und Sternchen gebracht. Streng geschlechtsneutral ist dann von "häuslicher Gewalt", "Beziehungstaten" und "Familientragödien" die Rede - gerade so, als würden genauso viele Frauen über ihre Männer herfallen wie umgekehrt.

Eine derartige sprachliche Verschleierung und Abdrängung in einen Bereich, in dem das Opfer in den Augen vieler eine Mitverantwortung trägt, wäre anderswo nicht möglich. Wenn wir im Sommer im vermeintlich konservativen Spanien Urlaub machen, wo keineswegs mehr, sondern deutlich weniger Frauen von ihren Partnern und Ex-Partnern getötet werden - 2016 waren es insgesamt 53 - lesen wir in der angesehenen Tageszeitung El País innerhalb von drei Wochen mindestens einen ausführlichen Artikel über das Thema "Gender-Gewalt" - so die offizielle Sprachregelung. In den Nachrichtensendungen der spanischen öffentlich-rechtlichen Kanäle ist von "Macho-Terrorismus" die Rede. Die konservative Regierung unter Ministerpräsident Rajoy hat einen "Pakt gegen die Macho-Gewalt" auf den Weg gebracht, der 213 Maßnahmen gegen das Phänomen vorsieht. Und auch in Frankreich tut sich was: Präsident Emmanuel Macron hat einen umfassenden Aktionsplan vorgelegt. Und was passiert in Deutschland? Welche Partei hat das Thema in die Koalitionsvereinbarungen eingebracht? Wer hat für den Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen am 25. November zu Kundgebungen aufgerufen? Welcher Politiker hat sich anlässlich dieses Gedenktages geäußert?

Christiane Röhrbein, Darmstadt

 

Den Zeitungsausschnitt sehen Sie hier

 


 

Ende der Geduld!

Paritätischer Wohlfahrtsverband fordert Ausbau des Hilfesystems für gewaltbetroffenen Frauen

Pressegespräch anlässlich des Aktionstages Gewalt gegen Frauen

Anlässlich des Internationalen Tages gegen Gewalt an Frauen am 25. November stellten der Paritätische Wohlfahrtsverband Bayern und seine Mitgliedsorganisationen ihre Forderungen zur finanziellen und personellen Ausstattung der Frauenberatungsstellen, Notrufe und Frauenhäuser vor.

Zum Gespräch mit Vertreterinnen der Presse stand die Verfasserin der Studie zur Bedarfsermittlung im Hilfesystem, Mitarbeiterinnen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, eine Mitarbeiterin einer Frauenberatungsstelle/Notruf, sowie aus einem Frauenhaus zur Verfügung.

  • Margit Berndl - Vorstand Verbands- und Sozialpolitik des Paritätischen in Bayern
  • Prof. Dr. Monika Schröttle - TU Dortmund
  • Antje Krüger - Referentin für Frauen / Familie des Paritätischen Bayern
  • Michaela Raphelt - Frauen helfen Frauen e. V. Bad Tölz – Wolfratshausen
  • Cordula Trapp - Frauen helfen Frauen Starnberg e. V.

 

Der Link zum Beitrag von München TV:

https://www.muenchen.tv/mediathek/video/gewalt-gegen-frauen-es-muss-noch-mehr-getan-werden/

Der Link zur Pressemitteilung des Paritätischen in Bayern:

https://www.paritaet-bayern.de/nc/pressemitteilung/article/ende-der-geduld-paritaetischer-fordert-ausbau-des-hilfesystems-fuer-gewaltbetroffene-frauen/

 

 


 

Ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen

Die Beratungsstelle Frauen helfen Frauen Starnberg e.V. macht wieder mit bei der Fahnenaktion der Menschenrechtsorganisation “Terre des Femme” zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen am 25. November.

Mit dem Zeigen der Fahne zeigen wir uns solidarisch mit betroffenen Frauen.

 

Landkreis, Stadt und Gemeinden hissen Fahne gegen Gewalt an Frauen

Am 25. November, dem Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen, macht die Menschenrechtsorganisation „Terre des Femmes“ jährlich auf ein sensibles Thema aufmerksam. Auch der Landkreis Starnberg zeigt heuer Flagge. Landratsamt, Stadt und Gemeinden hissen die Aktionsfahne und setzen damit ein weithin sichtbares Zeichen der Solidarität.  

Landrat Karl Roth und die Gleichstellungsbeauftragte Sophie von Wiedersperg waren dabei, als heute die Fahne vor dem Starnberger Landratsamt hochgezogen wurde. „Ich freue mich, dass wir alle Kommunen im Landkreis gewinnen konnten, die Aktion ebenfalls zu unterstützen“, erklärt Landrat Karl Roth. Denn auch die Stadt Starnberg und alle Gemeinden werden rund um den Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen die Fahne vor ihren Rathäusern hissen. „Mit unserer gemeinsamen Beteiligung möchten wir eine Plattform schaffen, auf der gegen Menschenrechtsverletzungen an Mädchen und Frauen jeder Art hingewiesen wird“, erläutert die Gleichstellungsbeauftragte Sophie von Wiedersperg. „Und vielleicht hat die diesjährige Aktion ja Symbolwirkung und es beteiligen sich im kommenden Jahr auch Firmen und Institutionen in unserer Region“, so der Wunsch der Geleichstellungsbeauftragten. 

Im In- und Ausland werden heuer über 6500 Fahnen sowie Banner gehisst. Beteiligt sind Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte, Verbände, Gewerkschaften, Ministerien, Landkreise, Städte und Gemeinden und soziale Netzwerke. „Auch unsere Mitgliedsorganisationen des Runden Tisches gegen häusliche Gewalt unterstützen von Beginn an die Vorhaben der Gleichstellungsstelle und damit auch die diesjährige Fahnenaktion “, unterstreicht Sophie von Wiedersperg die Bedeutung der Beteiligung des Landkreises. 

Fachliche Beratung und Unterstützung erhalten betroffene Frauen über den Verein Frauen helfen Frauen Starnberg e.V. oder die Gleichstellungsstelle im Landratsamt. Weitere Informationen gibt es unter www.lk-starnberg.de/gleichstellung/aktuelles

 

 


 

 

Filmpatenschaft beim Fünf Seen Filmfestival 2017

 

Wir haben die Patenschaft für den Film "Eine fantastische Frau / Una Mujer Fantastica" übernommen.

Die Kellnerin und Hobby-Sängerin Marina lebt mit dem 20 Jahre älteren, wohlhabenden Orlando zusammen. Für Marina hat er seine Familie verlassen und die beiden planen eine gemeinsame Zukunft. Doch nach einer ausgelassenen Geburtstagsfeier stirbt Orlando unerwartet. Für Marina bricht eine Welt zusammen, doch in ihrer Trauer sieht sie sich schlimmen Anfeindungen ausgesetzt: Orlandos Familie will sie nicht in ihren Reihen akzeptieren, ihr gar die Teilnahme an der Beerdigung verbieten.

Marina ist eine Transgender-Frau, und die Familie des Verstorbenen fühlt sich durch ihre sexuelle Identität bedroht. Mit der gleichen Energie, mit der sie früher dafür gekämpft hat, als Frau zu leben, pocht Marina nun erhobenen Hauptes auf ihr Recht auf Trauer. 

Der Film wird gezeigt am

Mo. 31.07.2017 um 18:30 Uhr in der Starnberger Schlossberghalle

Mo 31.07.2017 um 22:15 Uhr im Kino Starnberg

Di. 01.08.2017 um 18:00 und 20:15 Uhr im Kino Gauting

 


 

  

 

Sie haben Gelegenheit, sich von 13:00 bis 18:00 Uhr an unserem Infostand über unsere Arbeit zu informieren.

Schauen Sie vorbei! Wir freuen uns!

 


 

Istanbul-Konvention:

Bundeskabinett beschließt Gesetzentwurf zur Ratifizierung

Am 8. März 2017 hat das Kabinett den Gesetzentwurf zur Ratifizierung des "Übereinkommens des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt" beschlossen. In der Stellungnahme unseres Bundesverbandes bff begrüßt er das Vorhaben der Bundesregierung zur Umsetzung der so genannten Istanbul-Konvention, die in vielen Staaten Europas bereits ratifiziert ist.
Die Istanbul-Konvention ist deswegen so ein wichtiges Abkommen, weil sie auf die Beendigung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt durch eine koordinierte Gesamtstrategie dringt.
Gerade an dieser Stelle besteht aus Sicht des bff für Deutschland weiterhin noch großer Handlungsbedarf.
Es fehlt u.a. an der Einrichtung einer offiziellen Stelle, die für die Koordinierung, Umsetzung, Beobachtung und Bewertung der politischen und sonstigen Maßnahmen zur Verhütung und Bekämpfung aller durch die Istanbul-Konvention erfassten Formen von Gewalt zuständig ist.
Weiterer Anstrengungen seitens der Bundesregierung bedarf es zudem hinsichtlich der Forschung und der Sammlung statistischer Daten über alle Formen von Gewalt gegen Frauen, hinsichtlich der Prävention von Gewalt und besonders auch der finanziellen Ausstattung spezialisierter Hilfsdienste (Fachberatungsstellen und Frauenhäuser) für gewaltbetroffene Frauen. Nicht zuletzt ist es dringend geboten, die Praxis der Strafverfolgung sexualisierter Übergriffe nach Inkrafttreten des veränderten Sexualstrafrechts zu evaluieren und durch eine jährliche Statistik zu beobachten.
 
Die ausführliche Stellungnahme des bff kann hier heruntergeladen werden: Stellungnahme bff zum Regierungsentwurf zur Ratifizierung der Istanbul-Konvention

 


 

Gesetz zur Verbesserung des Schutzes gegen Nachstellungen  

Mit der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt ist im März 2017 das neue Stalking-Gesetz (Gesetz zur Verbesserung des Schutzes gegen Nachstellungen) in Kraft getreten.
Die Umwandlung des § 238 Absatz 1 StGB von einem Erfolgs- in ein Eignungsdelikt ist dabei besonders hervorzuheben. Bislang hing die Strafbarkeit von Nachstellungen ganz entscheidend davon ab, wie den Betroffenen der Umgang mit der Situation gelang. Betroffene, die aufgrund eines stabilen sozialen Umfeldes oder anderer positiver Einflussfaktoren nicht dazu gezwungen waren ihre Lebensführung aufgrund der Nachstellungen massiv zu verändern, waren bisher rechtlich im Nachteil.
Es ist daher außerordentlich zu begrüßen, dass aufgrund der Umwandlung in ein Eignungsdelikt die schlimmsten Folgen nicht erst eingetreten sein müssen, damit die Nachstellungen rechtlich relevant sind.

Der Gesetzestext des neuen Gesetzes zur Verbesserung des Schutzes gegen Nachstellungen kann hier nachlesen werden: Bundesgesetzblatt

 


 

"Nein heißt nein - Paradigmenwechsel im Sexualstrafrecht".

Dossier zum Nachhören im Deutschlandfunk 

Bis zur Reform des Sexualstrafrechts im Juli 2016 galt: Eine Betroffene von Vergewaltigung musste sich massiv wehren oder ihr Leben akut bedroht sein - sonst wurde der Täter freigesprochen. Nach der Neuregelung ist noch einiges ungewiss. Ob nun mehr Betroffene Anzeige erstatten, ob es mehr Verurteilungen gibt, das alles bleibt abzuwarten.Die Reform hat außerdem einen großen Knackpunkt: Die sexualisierten Übergriffe am Kölner Hauptbahnhof Silvester 2015 haben die Gesetzesänderung beschleunigt. So können Nicht-Deutsche, die ein Sexualdelikt begehen, künftig leichter ausgewiesen werden.

Das Dossier von Beate Hinrichs kann auf http://www.deutschlandradio.de/ nachgehört werden.
 

 


 

Frauen helfen Frauen Starnberg e.V.
auf der Gilchinger Gesundheitsmesse

 

Samstag, 1. April 2017 von 12 - 18 Uhr und
Sonntag, 2. April 2017 von 10 - 17 Uhr

Neues Rathaus, Rathausplatz 1, 82205 Gilching

 

Der Eintritt zur Messe und den Veranstaltungen ist frei, Barrierefreiheit ist gegeben.

weitere Intormationen unter: http://www.gesundheitsmesse-gilching.de/ 

 


 

 Stammtischfreunde aus Herrsching überreichen Scheck

 

Die Freitags-Stammtischfreunde vom Andechser Hof haben zugunsten von Frauen helfen Frauen Starnberg e. V. am Faschingsdienstag gegrillt und den Erlös über 730 € gespendet.

Trotz Regen und Wind haben sie die Aktion veranstaltet - ein herzliches Dankeschön von uns.

 
Scheckübergabe am 24.03.2017 im Andechser Hof

 


 

 

Ab 1. Januar 2017 haben Betroffene von Gewalt - und Sexualstraftaten den Rechtsanspruch auf kostenfreie Begleitung im Strafverfahren

Frauen helfen Frauen Starnberg e.V. bietet
psychosoziale Prozessbegleitung für Frauen an

Wenn misshandelte oder vergewaltigte Frauen in einem Strafverfahren gegen den Täter aussagen müssen, fühlen sie sich oft, als stünden sie - und nicht der Angeklagte - auf dem Prüfstand. Ihre Glaubwürdigkeit wird begutachtet, ihre Aussage kann entscheidend sein über das weitere Schicksal des Angeklagten. Für die Zeugin, die zugleich die Betroffene ist, ist die Aussage oft mit Angst, Scham, Schulgefühlen sowie das Aufrühren belastender Erinnerungen verbunden.

Der Verurteilung des Täters wird oft weit mehr Bedeutung beigemessen als dem schonenden Umgang mit verletzten Zeug*innen. Für viele Betroffene ist ein Prozess sehr belastend. Die Gefahr ist groß während eines Prozesses zum zweiten Mal Opfer - einer sogenannten Sekundärviktimisierung - zu werden.

Ab 1.1.2017 soll sich das ändern. Opfer von schweren Gewalt- und Sexualstraftaten haben im neuen Jahr einen Rechtsanspruch auf gerichtliche Beiordnung einer psychosozialen Prozessbegleitung (§ 406g StPO). Dies ist eine besondere Form der Zeugenbegleitung. Bisher war sie für Kinder und Jugendliche möglich, die von Grund auf besonderen Schutz benötigen. Mit dem neuen Gesetz haben auch erwachsene Zeug*innen einen rechtlichen Anspruch.

Während eines Strafverfahrens vermittelt die psychosoziale Prozessbegleiterin den Betroffenen Information, Sicherheit und Orientierung. Die Belastungen und Ängste, die ein Strafprozess mit sich bringt, sollen möglichst gering gehalten werden. Die psychosoziale Prozessbegleiterin bereitet die Betroffenen auf die Verhandlung vor und betreut sie während der Verhandlung. Z.B. in dem sie die am Verfahren beteiligten Personen und deren Funktionen erklärt oder vor dem Verhandlungstermin zusammen mit der Zeugin den Gerichtssaal besichtigt. Gespräche über den zur Verhandlung stehenden Sachverhalt sind ausgeschlossen.

Die Vorbereitung soll Betroffene unterstützen und ihnen die Aussage vor Gericht erleichtern. Die verletze Zeugin wird im gesamten Strafverfahren betreut. Dies trägt zu ihrer Stabilisierung bei. Dadurch wird die Verwertbarkeit der Zeugenaussage besser. Und dies dient nur der Betroffenen, sondern sollte auch im öffentlichen Interesse eines Rechtsstaates sein.

Das neue Gesetz kann hier heruntergeladen werden:
www.dejure.org/gesetze/StPO/406g.html

 


 

Frauen helfen Frauen Starnberg e.V.
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